, Lerf Matthias

Mission Venla und Jukola erfolgreich beendet

Die Staffeln in Lappland waren herausfordernd. Aber für alle Teilnehmenden ein unvergessliches Erlebnis.

Thomas König staunte nicht schlecht, als er auf die lange Nachtstrecke der Jukola-Staffel geschickt wurde: Eine so grosse Karte hatte der erfahrene OL-Läufer noch nie auseinander gefaltet. Der Lauf führte ihn, nachts um 2 Uhr, über den Polarkreis hinaus bis an den Nordrand des Riesenblattes. Und dann, in einem grossen Postenabschnitt von 5,5 Kilometer und einer Abschnittslaufzeit von über einer halben Stunde, wieder zurück an den Südrand.

Bereits am Nachmittag während der Venla-Staffel wehte ein eisiger Polarwind, der in der Nacht noch zunahm und die Zuschauenden in die geschützten Zelte oder warmen Unterkünfte vor den Fernseher vertrieb. Aber Thomas König bestand das Abenteuer mit Bravour. Wie alle andern, die - erfahren oder nicht - sich im Gelände mit tiefen Sümpfen und steinigen Felsplatten zurecht finden mussten. Am Schluss gabs für die meisten der sechs OLG-Bern Staffeln ansprechende Resultate, einzig die Jukola-Staffel OLG Bern 3 wurde wegen eines Fehlstempels nicht klassiert (aber auch gut, die Verursacherin hat Kuchen wegen des Missgeschicks versprochen).

Die Resultate der Venla und der Jukola.

Start der Venla-Staffel am Nachmittag, hinter der Zeltstadt. (Foto: Matthias Lerf)

 

Um das Abenteuer zu bestehen, wurde die OLG Bern durch diverse weitere Freunde verstärkt, zum Beispiel durch die Familie Janischowsky aus Augsburg. Ein besonderes Kränzchen verdient haben auch Laura Diener, Fabienne Wenger, Karin Geissbühler, Flavia Schneiter und Sandra Sutter, die wenige Stunden nach ihrem Venla-Lauf noch einen langen Jukola-Einsatz absolvierten. Zur Teambildung hatte es im Blockhaus der OLG Bern am idyllischen Fluss am Vorabend noch ein gemütliches Spaghetti-Essen gegeben.

Stärkung vor dem Grosseinsatz: Spaghetti-Essen im "Bankettsaal" der OLG Bern. (Foto: Jolanda Wehrli)

 

Die Woche mit Trainings und Wettkampf verging im Fluge. Zum Abschluss gabs, gespendet vom in dieser Hinsicht verantwortungslosen aber glücklichen Präsidenten, noch eine Runde "Schnapsi" (lokaler finnischer Wodka) für alle. Und schon galt es Abschied zu nehmen. Bei der Abfahrt erschien auf der Lichtung vor unserer Hütte noch ein imposantes Renntier. "Kommt wieder einmal", wollte es vielleicht sagen. An uns soll es nicht scheitern.

 

Adieu: Das Rentier bei der Abfahrt vor der OLG-Bern-Hütte. (Foto: Raffael Mathys)